IFAT
OA PD Dr. med. Heinrich Körtke
Leitung Institut für angewandte Telemedizin
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Escat (Early Self-Controlled Anticoagulation Trial)
Bereits im Jahre 1994 begann die Vorabeit für das IFAT: Die Studienzentrale ESCAT (Early Self-Controlled Anticoagulation Trial) führte klinische Studien zum Gerinnungsselbstmanagement nach mechanischem Herzklappenersatz durch. Hierfür wurde eine Untersuchungsgruppe mit den Messgeräten CoaguChek XS der Firma Roche ausgestattet, die den Patienten eine INR-Messung im häuslichen Umfeld ermöglichte. Insgesamt 1000 Patienten nahmen an dieser ersten Studie teil. Die gemessenen INR-Daten wurden regelmäßig mit Hilfe eines Moduls an das IFAT übertragen und von den zuständigen Ärzten des IFAT überprüft. Die Studien ESCAT I + II konnten zeigen, dass die Selbstmanagementtherapie und eine INR-Einstellung im Low-Dose-Bereich gegenüber der konventionellen hausarztgeführten Therapie die Komplikationsrate, Mortalität und Morbidität der Patienten signifikant senken können. Die ESCAT III-Studie, die noch bis einschließlich 2011 Patienten betreut, hat die Zielbereiche 1,8-2,8 bei Aortenklappenersatz, 2,5-3,5 bei Mitralklappenersatz nach sieben Monaten bei einer Untersuchungsgruppe auf 1,6-2,1 (Aortenklappenersatz) und 2,0-2,5 (Mitralklappenersatz) reduziert, um zu prüfen, ob bei diesen Patienten, die in diesem Bereich eingestellt sind, weitaus weniger Komplikation (u. a. Blutungen, Thrombosen) auftreten. Die Tendenz konnte bereits festgestellt werden. Die Studie ist jedoch noch nicht beendet, sodass noch keine endgültigen Ergebnisse dargestellt werden können.
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